Hopeful diskutiert beim Tecnopuc Experience 2026 über Bürgerschaft und Gerechtigkeit in der Klimakrise
Das Panel brachte Fachleute aus Katastrophenschutz, Nachhaltigkeit, Recht und Innovation zusammen, um über Ungleichheit, institutionelle Verantwortung und die Herausforderungen der Klimaanpassung zu sprechen.

Porto Alegre (RS), 21. Oktober 2026 — Hopeful nahm am Tecnopuc Experience 2026 teil und war Teil des Panels „Bürgerschaft und Gerechtigkeit in der Klimakrise“ in Porto Alegre. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Innovationssektor und öffentlichen Institutionen diskutierten die sozialen Folgen von Katastrophen und die Notwendigkeit gerechterer und wirksamerer Antworten auf den Klimawandel.
Vertreten durch CEO Abner de Freitas brachte Hopeful seine Erfahrung in Katastrophenepidemiologie, institutioneller Vorsorge und Notfallmanagement ein – darunter die Arbeit während der Überschwemmungen in Rio Grande do Sul im Jahr 2024.
Wer leidet, wer antwortet und wer verändert?
Das Panel war in drei Leitfragen gegliedert: Wer leidet unter den Folgen der Klimakrise, wer trägt Verantwortung für Risiken und Schäden, und wer kann diese Realität verändern?
Die erste Frage behandelte die ungleiche Betroffenheit durch Katastrophen und zeigte, wie sozioökonomische Bedingungen, demografische Merkmale und territoriale Verwundbarkeiten die Schäden für die Bevölkerung prägen.
Die zweite diskutierte die Verantwortung von Staat, Staatsanwaltschaft und Justiz bei der Vorbeugung bekannter Risiken, beim Schutz von Rechten und bei der Bewältigung der Folgen extremer Ereignisse.
Die dritte schließlich beleuchtete die Rolle aktiver Bürgerschaft, gemeinschaftlicher Beteiligung und Innovation bei Lösungen, die Risiken verringern und die Reaktionsfähigkeit der Gesellschaft stärken.
Katastrophen enden nicht, wenn das Wasser zurückgeht
Ein zentrales Anliegen von Hopeful war es, Katastrophen über ihre unmittelbaren Auswirkungen hinaus zu verstehen.
Die Überschwemmungen von 2024 haben gezeigt, dass die Folgen einer Katastrophe nicht enden, wenn das Wasser abfließt oder die Grundversorgung wiederhergestellt ist. Krankheiten, psychische Belastungen, unterbrochene Behandlungen und erschwerter Zugang zur Gesundheitsversorgung können lange nach dem Notfall fortbestehen.
Diese Perspektive unterstreicht die Bedeutung der Katastrophenepidemiologie, um die gesundheitlichen Folgen extremer Ereignisse zu erkennen, zu messen und zu verstehen.
Ein weiterer Aspekt war der Zusammenhang zwischen Ungleichheit und Krankheitslast. Schäden verteilen sich nicht gleichmäßig: Alter, Behinderung, Einkommen, Wohnort und Zugang zu Informationen können Risiken und gesundheitliche Folgen beeinflussen.
Katastrophenvorsorge braucht mehr als Pläne
Hopeful thematisierte zudem die Grenzen klassischer Instrumente der Vorsorge und Bewältigung.
Notfallpläne sind unverzichtbar, doch reale Katastrophen gehen oft über die vorhergesehenen Szenarien hinaus. Institutionelle Vorsorge muss deshalb Anpassungsfähigkeit, Koordination zwischen Organisationen und Entscheidungen in unerwarteten Situationen berücksichtigen.
Die Diskussion regte auch eine kritische Betrachtung des Begriffs Resilienz an. So wichtig sie im Umgang mit Widrigkeiten ist, darf Resilienz nicht dazu dienen, vermeidbare Risiken zu normalisieren oder Gemeinschaften die alleinige Verantwortung für ihren Schutz zu übertragen.
Auf Grundlage brasilianischer und internationaler Erfahrungen setzt sich Hopeful für institutionelle und gemeinschaftliche Fähigkeiten ein, die es ermöglichen, Risiken vorauszusehen, Leben zu schützen und Reaktionssysteme kontinuierlich zu verbessern.
Innovation, Bürgerschaft und gemeinsame Verantwortung
Am Panel nahmen Lucas Fontes von Green Thinking, Gabriel Wedy, Laís Lucas, Cláudio Ari Mello und Cibele Figueira von der PUCRS sowie Abner de Freitas von Hopeful teil.
Die Vielfalt der Perspektiven verband Themen wie Stadtplanung, Abfallwirtschaft, rechtliche Verantwortung, Grundrechte, soziale Technologien und Katastrophenmanagement.
Für Hopeful ist dieser Dialog eine Gelegenheit, wissenschaftliche Erkenntnisse mit den konkreten Bedürfnissen von Regierungen, Organisationen und Gemeinschaften zu verbinden.
Die Klimakrise zu bewältigen bedeutet mehr, als auf Katastrophen zu reagieren: Es gilt zu verstehen, wer betroffen ist, warum bestimmte Bevölkerungsgruppen stärker leiden und welche Entscheidungen verhindern können, dass sich dieselben Schäden wiederholen.
Die Teilnahme am Tecnopuc Experience 2026 bekräftigt das Engagement von Hopeful für Wissensproduktion, technologische Innovation und Lösungen für eine besser auf Katastrophen vorbereitete Gesellschaft.
Über die Veranstaltung
Veranstaltung: Tecnopuc Experience 2026 Panel: Bürgerschaft und Gerechtigkeit in der Klimakrise Datum: 21. Oktober 2026 Ort: Porto Alegre, Rio Grande do Sul, Brasilien Teilnahme: Hopeful — Abner de Freitas, CEO